Drei Wochen unterwegs im Südwesten der USA

Von Michael

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit die gleiche quälende Frage: Wohin mit dem nächsten Sommerurlaub?

Nach zwei Jahren Schottland steht schnell fest, dass trotz grandioser Eindrücke diesmal ein neues Ziel her muss. Um Silvester kommt bei uns dann die Idee auf, es doch mal groß anzugehen und die alte Welt hinter uns zu lassen. Speziell mich hatten schon lange die endlose Weite und die beeindruckenden Landschaften in den westlichen USA fasziniert und da auch Nico und Christopher recht schnell überzeugt sind steht im Januar fest:

Es wird ein klassischer Roadtrip durch die südwestlichen USA!

Nach zwei größeren gemeinsamen Reisen stehen schon einige Prämissen für die Planung fest, Andere ergeben sich schnell:

  • Unser Fokus liegt klar auf der Natur, besonders den National Parks. Städte liegen uns generell weniger und speziell in den USA reizen uns nur wenige Metropolen. Nur San Francisco wollen wir uns nicht entgehen lassen, Las Vegas schafft es als notwendiges Übel in die Route, von irgendwo müssen wir schließlich den Rückflug antreten.
  • Der ÖPNV scheidet dieses Mal schon wegen der für europäische Verhältnisse gewaltigen Distanzen aus, wir brauchen also zwingend einen Mietwagen. Mit drei Fahrern muss auch niemand dauernd hinter dem Lenkrad sitzen.
  • Wir sind alle drei im Alltag recht sparsam unterwegs und legen keinen großen Wert auf luxuriöse Unterkünfte. Neben normalen Motels (Standard sind dort Zimmer mit zwei Queensize-Betten) und über AirBnB gebuchten Unterkünften entschließen wir uns, einige Nächte im Zelt zu verbringen, um die Natur in den National Parks richtig auf uns wirken zu lassen.
Vorbereitung

Unseren Flug buchen wir Mitte März. Leider sind die Preise recht hoch, obwohl wir beim Abflugort flexibel sind und bewegen sich über Wochen kaum. Wir können aber ca. 200 EUR sparen, indem wir nicht direkt nach San Francisco, sondern ins ca. 50 Meilen südlich gelegene San Jose fliegen. Wir müssen allerdings je Strecke zwei Zwischenlandungen akzeptieren und sind damit 25 bzw. 20 Stunden unterwegs. Am Ende zahlen wir für die Flüge mit British Airways bzw. American Airlines pro Person 780 EUR.

Vorab zu erledigen sind dann noch die ESTA-Anmeldung per Internet, um visafrei in die USA einreisen zu können. Außerdem kümmern wir uns noch um eine Reisekrankenversicherung und schließen für den Flug eine Reiserücktrittsversicherung ab. Alle anderen vorab-Buchungen könnten wir im Notfall noch kostenfrei stornieren. Sinnvoll ist es auch, den Impfstatus zu überprüfen und wenn nötig zu aktualisieren.

Anfang Juni kümmern wir uns noch um den Mietwagen. Wir buchen über das Portal rentalcars.com und entscheiden uns beim Anbieter Alamo für einen Midsize SUV, der genug Platz für uns drei plus Koffer plus eine Kühlbox für unseren Proviant bieten sollte. Wir profitieren von den verbraucherfreundlichen Gesetzen in California: Anders als in anderen Staaten sind zusätzliche Fahrer hier kostenfrei, außerdem wird auch bei Abgabe des Wagens in Las Vegas keine Einwegmiete berechnet. Inklusive der ersten Tankfüllung zahlen wir 860 EUR.

Danach bleibt uns nur noch das Herunterzählen der Tage bis zum Start unseres Urlaubs am 2. Juli.

Ausgaben vorab:
Flüge (pro Person) 787,00 €
ESTA (pro Person) 14,00 $
Reisekrankenversicherung (pro Person) 17,00 €
Reiserücktrittsversicherung 71,40 €
Mietwagen 862,00 €
Unsere Route

Wie in den letzten Jahren legen wir uns vorab auf eine grobe Route fest. Um flexibel zu bleiben buchen wir aber nur Unterkünfte für die erste Woche vor und organisieren abgesehen vom häufig ausgebuchten Grand Canyon und Las Vegas alles weitere ein paar Tage im Voraus von unterwegs. Wichtig für uns alle ist ein guter Wechsel zwischen Tagen auf der Straße mit langen Strecken und Tagen, an denen wir das Auto auch mal stehen lassen können.

Im April steht dann – abgesehen von einigen gewollten Freiheitsgraden und spontanen Planänderungen – die folgende Route fest:



  • San Francisco (3 Nächte)
  • Entlang der Pazifikküste über den Highway 1 nach Süden
  • Sequoia National Park (2 Nächte, Camping)
  • Lone Pine
  • Death Valley National Park
  • Valley of Fire und St. George, UT
  • Zion National Park (2 Nächte, Camping)
  • Bryce Canyon National Park (Camping)
  • Page, AZ und Lake Powell
  • Grand Canyon North Rim
  • Las Vegas

Wir halten uns die Möglichkeit offen, in Utah eventuell eine größere Schleife bis Moab zu ziehen, wo noch der Canyonlands NP und der Arches NP lohnende Ziele abgeben würden. Unsere tatsächliche Route weicht am Ende dann auch deutlich ab.

Los gehts!
Michael

Hallo, ich bin Michael. Wenn ich nicht im Alltag mit Statistiken und Zahlen jongliere genieße ich es, die Welt zu erkunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.