Fazit zu unserer Reise durch den Südwesten der USA

Von Michael
Land…

Die Landschaften, die wir unterwegs gesehen haben, sind mit nichts zu vergleichen, das ich vorher gesehen habe. Schon in Kalifornien hat mich die unfassbare Weitläufigkeit in den Bann gezogen, das Gefühl von Freiheit kommt dabei ganz von selbst auf. Landschaftlich war vom Ozean mit beeindruckenden Steilküsten über die majestätischen Sequoias (eines meiner absoluten Highlights) im Hochgebirge bis zu den endlosen Wüsten in Nevada und Utah alles dabei. Teilweise alle Klimazonen an einem Tag: Wir sind im Sequoia National Park bei -5°C aufgestanden um bei knapp 40°C in Lone Pine wieder anzukommen.

…und Leute

So endlos wie die Landschaften sind höchstens noch die Vorurteile gegenüber den US-Amerikanern. Aus meiner Sicht sind sie nur sehr eingeschränkt berechtigt und zutreffend.

Zwischen San Francisco und den kleinen Mormonen-Siedlungen Utahs liegen natürlich nicht nur geografisch Welten. Aber egal wo, wir sind immer zuvorkommend und freundlich aufgenommen und behandelt worden. Auf mich wirkt die amerikanische Freundlichkeit nicht aufgesetzt, aber die amerikanische Art, seinem Gegenüber freundlich und offen gegenüberzutreten ist einfach toll und sorgt für eine ganz andere Grundstimmung als Reserviertheit und Bedenkenträgerei.

Positiv überrascht war ich vor allem von Utah: Nirgends sind wir mit so vielen Einheimischen ins Gespräch gekommen, die Menschen sind zwar konservativ, aber dennoch interessiert, offen und gastfreundlich.

Vorbereitung

Unsere grob vorbereitete Route hat sich im Nachhinein als gut erwiesen -natürlich schreibe ich das, ich habe sie ja auch geplant 😉 – bis nach Utah war es nicht nötig, davon abzuweichen. Ab hier haben wir uns erst unterwegs festgelegt, wo die Reise hingeht.

Ab dem Bryce Canyon mussten wir einige Strecken doppelt fahren, weil uns etwa ein Tag gefehlt hat, um noch eine große Runde über Moab und Kayenta zu fahren, auch unser Sturmerlebnis am Lake Powell hat dazu beigetragen.

Die Balance zwischen Tagen mit längeren Fahrten und Tagen, an denen wir das Auto stehen lassen konnten, hat gut gepasst. Besonders das entspannte Wochenende in Pahrump zur Mitte des Urlaubs war eine gute Idee. Aus meiner Sicht ist das die wichtigste Lektion: Auch wenn man sich den Reisekalender noch so voll packt, man wird ohnehin nicht schaffen, alles zu sehen. Man braucht auch Gründe, noch einmal wiederzukommen 🙂

Strecke

Am Ende unserer Tour stand der Tacho bei fast exakt 4000 Kilometern. Verglichen mit anderen Touren, die wir nachverfolgt haben, ist das gutes oberes Mittelfeld.

Die Zeit auf der Straße hat trotzdem nicht überhand genommen und die Stimmung im Auto war bis auf ein paar wenige kurze Spannungsmomente hervorragend 🙂 Wir hatten unterwegs nie das Gefühl, nur unserem Plan hinterher zu hetzen und hatten überall genug Zeit für Abstecher in die Umgebung oder einen spontanen Zwischenstopp.

Kosten

Insgesamt ist in den drei Wochen Folgendes an Kosten zusammengekommen:

Flüge 2362 €
Unterkünfte 2083 €
Mietwagen 862 €
Benzin 238 €
Verpflegung 622 €
Freizeit 127 €
Sonstiges 301 €
Summe 6795 €

Pro Kopf also 2198 € für drei Wochen unterwegs. Es wäre sicher an ein paar Stellen günstiger gegangen, allerdings waren die Flüge dieses Jahr extrem teuer. Niedergeschlagen hat sich auch, dass wir deutlich seltener als geplant unser Zelt aufgeschlagen haben und entsprechend mehr für Motelzimmer ausgegeben haben.

USA-Soundtrack

Ein Roadtrip ohne Soundtrack geht natürlich gar nicht. Ohne den versprochenen USB-Anschluss im Auto hatten wir zwar ein kleines Handicap, aber trotzdem (Nico sei dank) eine mehr als brauchbare Playlist auf CD dabei:

Inspiration

Vor dem ersten Abstecher über den großen Teich sucht man natürlich nach Ideen und Tipps. Bei der Vorbereitung haben mir diese Blogs und Seiten besonders geholfen:

Björns Reiseblog mit jeder Menge guten Ideen für die Route und einem tollen Übernachtungstipp für Pahrump, den wir übernommen haben.

Reiseberichte aus aller Welt von Sylvia Schulze. Die Frau war gefühlt schon überall.

USA-westkueste.de, der erste Blog zum Thema, über den ich gestolpert bin. Auch hier haben wir jede Menge Ideen herausziehen können.

Michael

Hallo, ich bin Michael. Wenn ich nicht im Alltag mit Statistiken und Zahlen jongliere genieße ich es, die Welt zu erkunden.

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